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Tiefe Minusgrade
Bei sehr tiefen Minusgraden können Schwingungsdämpfer aus Elastomeren (Gummi-Metall) deutlich steifer werden, ihre Eigenfrequenz verschiebt sich nach oben und der Körperschall von Wärmepumpen kann hörbar zunehmen. Elastomere nähern sich bei tiefen Temperaturen der Glasübergangstemperatur an, der Werkstoff versprödet, der dynamische Elastizitätsmodul steigt und damit auch die dynamische Steifigkeit des Lagers. Nach Masse-Feder-Prinzip bedeutet höhere Steifigkeit eine höhere Lager-Resonanzfrequenz; liegt diese im Bereich von Verdichter Frequenzen, können Vibrationen statt isoliert ausgetragen werden was zur Emission von Strukturellem Schall führen kann. Hitze Bei Hitze hingegen werden Elastomeren Schwingungsdämpfer in der Regel weicher, verlieren damit etwas Steifigkeit und ändern ihr Dämpfungs-Verhaltens. Bei extremen hohen Temperaturen kann sich Lebensdauer und Setz Verhalten deutlich verschlechtern. Stauchen durch zu starkes anziehen der Muttern Stark angezogene Verschraubungen an Schwingungsdämpfern verschlechtern die Entkopplung, erhöhen damit die Übertragung von Strukturellem Schall und können Gummi wie Schrauben vorzeitig schädigen. Weiter verteilt sich die Last der Anlagen nicht mehr gleichmäßig, es entstehen lokale Spannungsspitzen im Gummi, was zu Rissen und reduzierte Lebensdauer der Schwingungsdämpfer führen kann. Auswirkungen auf den Schall Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen sind Verdichter- und Ventilator-Schwingungen die primäre Anregung, die über Aufstellfläche und Rohrleitungen ins Gebäude eingekoppelt werden. Wenn die Lager bei Kälte „hart“ werden, treten häufiges hörbares Brummen, Dröhnen und Resonanzen von Wänden/Decken auf, insbesondere im tief frequenten Bereich 20–200 Hz. Zusätzlich können starre Rohrschellen und fehlende flexible Anschlüsse diesen Effekt verstärken, da das Gesamtsystem dann akustisch stärker gekoppelt ist. Zusätzlich können stark angezogene Schrauben die Schwingungs-Dämpfer stark zusammenpressen und akustisch deutlich reduzieren, sodass die Entkopplung der Anlagen stark abnimmt. Massnahmen Für außen aufgestellte Wärmepumpen in Mitteleuropa empfiehlt es sich als Standard EPDM- oder Silikon-Schwingungsdämpfer mit dokumentiertem Einsatzbereich mindestens -30 °C bis +80°C und expliziter UV- und Ozon-Beständigkeit spezifizieren. Zusätzlich sollte man für die Körperschallberechnung mit temperaturabhängigen Steifigkeiten arbeiten, um eine zu hoch angesetzte Isolationswirkung bei Extremtemperaturen zu vermeiden. Muttern nicht über das vom Hersteller der Schwingungsdämpfer, angegeben Drehmoment anziehen.
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AutorWir sorgen für flüsterleise HVAC-Anlagen (Wärmepumpen, Klima-, Kälte- und Lüftungsanlagen) Kategorie |
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